Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Bei Aufgeboten zu Ausbildungsanlässen können Schutzdienstpflichtige bei der aufbietenden Stelle spätestens zehn Tage vor dem Einrücken ein schriftliches Gesuch um Urlaub einreichen (Zivilschutzverordnung, Art. 10). Das Gesuch ist zu begründen. Ein Anspruch auf Urlaub besteht nicht. Die aufbietende Stelle entscheidet über das Gesuch. Über schriftliche Gesuche, die während des Dienstes eingereicht werden, entscheidet der Leiter des Dienstanlasses. Schutzdienstpflichtige können bei der aufbietenden Stelle spätestens zehn Tage vor dem Einrücken ein schriftliches Gesuch um Verschiebung der Dienstleistung einreichen (Zivilschutzverordnung, Art. 9). Wichtig: Solange das Gesuch nicht bewilligt ist, besteht die Einrückungspflicht weiter. Bei einem Aufgebot haben die Schutzdienstpflichtigen gemäss den Anordnungen der aufbietenden Stelle einzurücken (Zivilschutzverordnung, Art. 7). Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht einrücken kann, hat die aufbietende Stelle unverzüglich zu orientieren und ihr das Dienstbüchlein und ein ärztliches Zeugnis in verschlossenem Umschlag zuzustellen (Zivilschutzverordnung, Art. 8).

Gesuche werden nur bewilligt, wenn das private Interesse des AdZS oder deren Arbeitgeber das öffentliche Interesse an der Erfüllung der Schutzdienstpflicht überwiegt. Es gibt sogenannt zwingende Gründe für eine Bewilligung von Gesuchen. Diese sind: ein Zulassungsstudium an Höheren Fachschulen oder Fachhochschulen Lehrabschlussprüfungen ein ununterbrochener Auslandaufenthalt von mehr als vier Monaten das Absolvieren von wichtigen Prüfungen (LAP, Mittelschule, Meisterkurse, Schlussprüfungen von Hochschulen, Fachhochschulen)

Ferien sind keine zwingenden Gründe für die Bewilligung des Dispensationsgesuches. Auf dem Jahresplan kann weit im Voraus überprüft werden, wann die eigene Formation Dienst leistet. Buchungsbestätigungen nützen nichts, wenn die Ferien nach dem Versand von Dienstanzeigen gebucht worden sind.

Durch den Schutzdienstpflichtigen muss eine Stellungsnahme eingereicht werden, warum er nicht oder zu spät zum Dienstanlass erschienen ist. Der Kommandant entscheidet dann über diese Angelegenheit. Sofern nachvollziehbare Gründe gegeben sind, kann die Angelegenheit einfach erledigt werden. Können die Gründe jedoch nicht plausibel erklärt werden, wird beim ersten Vorfall eine Verwarnung ausgesprochen. Diese kommt ins Personaldossier. Beim zweiten Vorfall erfolgt zwingend eine Verzeigung an das Untersuchungsamt St.Gallen. Bei groben Verstössen kann auch beim ersten Vorfall eine Verzeigung an das Untersuchungsamt erfolgen.

Bei einem ersten Vorfall (zu spätes Einrücken, nicht Einrücken, Verletzung von Dienstpflichten, etc.) wird in der Regel eine Verwarnung ausgesprochen. Das heisst, dass der Schutzdienstpflichtige eine schriftliche Verwarnung erhält, die auch im Personaldossier abgelegt wird. Bei einem zweiten Vorfall wird eine Verzeigung an das Untersuchungsamt Altstätten in die Wege geleitet. In diesem Fall muss der Schutzdienstpflichtige beim Untersuchungsamt vorsprechen. Der Untersuchungsrichter prüft den Vorfall und entscheidet dann über das Strafmass.

Wer Interesse an einem Zusatzkurs für Gruppen- oder Zugführer hat, soll sich beim zuständigen Vorgesetzten melden. In den meisten Fällen nimmt jedoch der Zugführer mit dem Schutzdienstpflichtigen zuerst Kontakt auf und spricht mit ihm über die Karriere-/Weiterbildungsmöglichkeiten im Zivilschutz. Motivierte und begabte Schutzdienstpflichtige werden dann beim Kanton St.Gallen für den Zusatzkurs angemeldet. Beim Bestehen des Kurses nimmt der Kanton St.Gallen die Beförderung vor.

Es gibt immer wieder mal den Wunsch, sich zu verändern oder einfach etwas Neues zu machen. Umteilungswünsche werden genau geprüft. Es kann jedoch nicht sein, dass ein Stabsassistent plötzlich Pionier wird oder umgekehrt. Betreuer, Pioniere oder aber auch Stabsassistenten haben jedoch die Möglichkeit, bei einer entsprechender Erfahrung/Neigung, sich zu den Anlagewarten oder in die Küche versetzen zu lassen. In diesem Fall ein Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen oder sich direkt an den Kommandanten wenden.

Gemäss Art. 36 des Bundesgesetzes über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz muss jeder Schutzdienstpflichtige mindestens zwei Tage, längstens jedoch eine Woche, Dienst im Jahr leisten. Kader können längstens zwei Wochen Dienst leisten. Ausnahmen gibt es jedoch bei ausserordentlichen Ereignissen wie z.B. Katastrophen.

Die Schutzdienstpflicht beginnt mit dem Jahr, in dem die Pflichtigen 20 Jahre alt werden, und dauert bis zum Ende des Jahres, in dem sie 40 Jahre alt werden. Der Bundesrat kann die Schutzdienstpflicht für den Fall eines bewaffneten Konflikts erhöhen.

Schweizer Bürger, die ihre Wehrpflicht nicht oder nur teilweise durch persönliche Dienstleistung (Militär- oder Zivildienst) erfüllen, haben einen Ersatz in Geld zu leisten. Mit jedem im Zivilschutz geleisteten Diensttag ermässigt sich die Wehrpflichtersatzabgabe um 4 Prozent. Nach dem 30. Altersjahr muss diese Abgabe nicht mehr entrichtet werden.

Die Schutzdienstpflichtigen haben den dienstlichen Anordnung Folge zu leisten. Bei einem Aufgebot haben sie z. B. gemäss den Anordnungen der aufbietenden Stelle einzurücken. Schutzdienstpflichtige können verpflichtet werden Kaderfunktionen zu übernehmen und die damit verbundenen Dienstleistungen zu erfüllen. Sie haben auch ausserdienstliche Pflichten zu erfüllen, insbesondere zur Vorbereitung von Ausbildungsdiensten und von Einsätzen des Zivilschutzes.

Die Schutzdienstpflichtigen haben Anspruch auf Sold und Erwerbsausfallentschädigung, Verpflegung, Transport und Unterkunft; sie sind militärversichert, und bei der Berechnung der Wehrpflichtersatzabgabe werden ihnen die Ausbildungs- und Einsatztage angerechnet.