Aktivitäten

Das erste Jahr der ZSO Werdenberg neigt sich bereits dem Ende zu. Es liegt ein intensives und lehrreiches Jahr hinter uns. Im 2019 wurden fast 2‘000 Manns-Tage Dienst durch die Angehörigen des Zivilschutzes (AdZS) geleistet. Es wurde zu 44 Anlässen Aufgeboten und die ZSO Werdenberg war insgesamt an 81 Tagen im Einsatz.

Speziell zu erwähnen ist der Einsatz der ZSO Werdenberg am 21. August 2019, wo anlässlich des Hochwassers in Grabs, die Feuerwehr Grabs, mit Material und Mannschaft unterstützt wurde.

Übung Panoramica comune 17

Sechs regionale Führungsstäbe beteiligten sich am Donnerstag an der gemeinsamen Übung «Panoramica comune 17» für den Raum Bodensee, Rheintal, Werdenberg, Sarganserland.

Starkniederschläge und Hochwassersituation im ganzen Rheintal war das Szenario für die sechs regionalen Führungsstäbe Bodensee, Mittelrheintal, Oberes Rheintal, Werdenberg Nord, Pizol sowie des Kantonalen Führungstabs St. Gallen zur Bewältigung dieses Grossereignisses. Die Teilnehmer wurden mit diesem naturbedingen Schadenereignis konfrontiert. Da es sich um eine ausserordentliche Lage in einem grossen Schadenraum handelte, waren nicht nur die Partnerorganisationen im Bevölkerungsschutz längere Zeit im Einsatz, konfrontiert damit wurden auch die genannten regionalen Führungsstäbe. Diese hatten hier über die eigene Verbundgrenze hinaus zu arbeiten, wie zeitlich gerechter Austausch von Informationen, Nachrichtenbeschaffung durch die Lagezentren, Koordination von Massnahmen, Überblick über die aktuelle Situation in den Gebieten.

Der Kommandoposten des Regionalen Führungsstabs Werdenberg Nord mit Stabschef Franz Kendlbacher, Zivilschutz-Kommandant Thomas Wohlwend sowie den Mitarbeitenden befindet sich im geschützten Bereich des Spital Grabs. Im Regionalen Führungsstab sind insgesamt 15 Leute aus den Gemeinden Grabs, Gams und Sennwald vertreten. In Grabs sind alle für einen Kommandoposten notwendigen infrastrukturellen Einrichtungen auf dem neuesten Stand eingerichtet. Dort liefen nun an der Übung «die Drähte heiss», denn es wurde Hochwasser am Binnenkanal in Sennwald, ein Felssturz am Chapf, Sax und Hochwasser der Simmi in Gams gemeldet. Es mussten Abklärungen getroffen werden: hat es Chemiestoffe im Simmi-Hochwasser? Ist das Altersheim Möösli gefährdet? Wie sind die geologischen Verhältnisse? Der Regionale Führungsstab ist die Schnittstelle für erhaltene und erteilte Aufträge sowie der ein- und ausgehenden Rapporte. Die Meldungen gehen zur Abklärung an den Kantonalen Führungsstab St. Gallen. Dort werden die Daten abgeklärt und aufbereitet, um dem Regionalen Führungsstab im nächsten Rapport mitzuteilen, was nun die nächsten Schritte und Aufträge sind. Zum Beispiel, ob nachbarlich Hilfe anzufordern ist oder ob eine Strasse gesperrt werden soll.

Wenn bei einem Ereignis Feuerwehr und Polizei an die Grenzen stossen, werde sodann der Zivilschutz eingesetzt, erklärte Franz Kendlbacher. Anschliessend komme der Gemeindeführungsstab zum Einsatz, wenn das Ereignis grössere Ausmasse erreiche, und bei überregionalen Katastrophen sei der Regionale Führungsstab auf dem Posten. So wie bei dieser Übung, welche auch als Training über die Gemeinde- und Regionengrenze hinaus galt. Auf einen Nenner gebracht suchte der Regionale Führungsstab nach steten Lösungen im übergeordneten Ereignis zum Schutz von Mensch und Tier.

Materialtransporte um Umzüge

Wer nun glaubt, dass die ZSO Werdenberg Nord sich während ihrer WK-Woche nur mit dem Umzug der vielen Tonnen Material beschäftigte, sieht sich getäuscht. Nicht nur der koordinierte Transport hielt die weit über 100 im Einsatz stehenden Männer in Trab, auch die Arbeiten auf den sieben Baustellen in den drei Gemeinden Sennwald, Gams und Grabs.

Der Umzug des KP Forsteck in das KP Spital Grabs ist der politischen Entscheidung geschuldet, dass aufgrund der fehlenden nicht fest installierten Notfallstromversorgung der Standort der ZSO verlegt werden muss. Ob dieser Entscheid Sinn macht und sich in der Praxis als tauglich erweist, wird sich weisen. Die eine oder andere erfreute Gesichtsregung war bei den drei Gemeindepräsidenten auszumachen, als diese das neue KP in Grabs in Augenschein nahmen. In den vergangenen Monaten wurden die Räumlichkeiten angepasst.

Tätigkeiten in den Gemeinden

Seit Jahren wird die ZSO immer wieder angefragt, ob sie nicht Arbeiten in Angriff nehmen kann, die sonst niemand erledigen möchte oder kann. Ein heikles Unterfangen stand dieses Jahr in Sax auf dem Programm. Der Weg zur Burgruine Frischenberg wurde in Stand gestellt. Dazu waren nicht nur etliche Genehmigungen seitens des Kantons notwendig, sondern auch handwerkliche Arbeiten im Gelände. Ersteres erledigte die Gemeinde Sennwald, zweiteres die Fachleute des Zivilschutzes. „Ich weiss nicht was mühsamer war. Die vorgängigen Abklärungen oder das Ausführen der Arbeiten im Gelände“ sagte ein sichtbar zufriedener Gemeindepräsident Peter Kindler bei der Begehung mit Revierförster Hans Tinner und den Verantwortlichen des Zivilschutzes.

Helfende Hände allen Ortes

Der Zivilschutz steht im Kanton St. Gallen vor grundlegenden Veränderungen. Noch ist unklar, welche Weichen durch die politischen Ebenen gestellt werden. Das Projekt „Zivilschutz 2015+“ geistert mit den allfälligen Zusammenlegungen und Redimensionierungen als Schreckensgespenst im Kopf manch eines Zivilschützers herum. Von dieser Situation unbeeindruckt rückten während der vergangenen Woche über 100 Angehörige der ZSO Werdenberg Nord zum Wiederholungskurs ein.

„Klar ist diese Ausgangslage für jeden Einzelnen und das Kader nicht einfach. Aber ich kann auf eine Truppe zählen, die sehr motiviert zur Sache sprich auf die Baustellen oder an ihre Aufgaben geht“ hält Kommandant Thomas Wohlwend fest. Dabei schaut er vom Standort der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord beim Altersheim Forstegg in Sennwald Richtung Berge. Dies ist ein symbolträchtiges Bild: zum einen dürfte mit der Neuausrichtung des Zivilschutzes die Anlage Forstegg in Sennwald geschlossen werden und zum anderen befinden sich die meisten Baustellen eines Wiederholungskurses jeweils in den Bergen.

Dieses Jahr wurden in Grabs Begehungs- und Wanderwege saniert sowie Geschiebesämmler und Bachborde ausgeholzt. Ähnliche Arbeiten wurden in Gams durchgeführt und in Sennwald profitierte der Weg in die Alp Rohr vom Einsatz des Zivilschutzes. „Wir sanierten zwei Feuerstellen grosszügig und besserten auch den Weg wieder aus. Diese Arbeiten sind für jedermann sichtbar, daneben gibt es aber auch viele weniger auffällige Arbeiten“ verweist Wohlwend auf weitere Tätigkeitsfelder der ZSO Werdenberg Nord. So wurden alle Angehörigen mit neuen Arbeitskleidern ausgestattet. Diese erfüllen alle international gültigen Bestimmungen und Empfehlungen in Bezug auf Sicherheit und Komfort. Und in Vorbereitung auf den Einsatz vom kommenden Jahr beim grossen Turnfest in Gams wurden die Kommunikationsexperten intensiv geschult. Wohlwend: „Die ZSO Werdenberg Nord ist vorbereitet – solange man sie lässt!“

“Zweigeteilter„ Einsatz der ZSO

Während in der zu Ende gehenden Woche die Wetterverhältnisse für den Einsatz der Angehörigen der ZSO Werdenberg Nord ideal waren, verhielt sich dies bei deren Einsatz für den Aufbau des CSIO St. Gallen anders.

Wolkenloser Himmel und angenehm warme Temperaturen. Das wünscht man sich nicht nur in den Urlaubstagen, sondern auch dann, wenn man im Gelände mit Arbeiten beschäftigt ist. Deshalb war der Kommandant der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord, Thomas Wohlwend, sichtlich froh, dass Petrus ein Einsehen hatte. „Im vergangenen Jahr haben unsere Einsätze bereits unter den schlechten Wetterverhältnissen gelitten und auch in der vergangenen Woche bei den Aufbauarbeiten für den CSIO in St. Gallen litten unsere Pioniere unter den nicht einfachen Bedingungen„ hält Wohlwend fest. 20 Mann aus Grabs, Gams und Sennwald leisteten zugunsten einer der bedeutendsten Schweizer Sportanlässe wertvolle Hilfe beim Aufbau von Tribünen und Zelten sowie beim Bau eines Fernsehmastens. „Dabei hat es fast ständig geregnet und zeitweise waren unsere Leute auch im Schneetreiben im Einsatz„ so Wohlwend weiter. Das dies an den Kräften zerrte ist ebenso selbstredend wie die erhöhte Gefahr bei den Arbeiten im Freien. „Prompt ist einer unserer Pioniere ausgeglitten und hat sich die Hand verstaucht – man darf die Gefahren aufgrund der Wetterverhältnisse nie unterschätzen!„

Traumhaft in der zweiten Woche

Deshalb war Wohlwend diese Woche froh, dass das Wetter schön war. Die Arbeitsplätze, auf denen die 120 Mann der ZSO Werdenberg Nord tätig war, lagen auch in der Höhe und in unwegsamen Gelände. „Dabei ist wichtig, dass die Pionieren einen guten Halt haben, sonst können die Arbeiten schnell sehr mühsam und auch gefährlich werden„ hält Wohlwend in seinem Fazit zu den beiden Einsatzwochen der ZSO fest. Die Arbeitsplätze auf der Alp Pir Tole und im Gebiet Leverschwende in der Gemeinde Grabs, aber auch in der Gemeinde Sennwald auf der Frümsneralp und am Rofisbach verliefen denn auch ohne Zwischen- oder gar Unfälle.

Aber nicht nur Arbeiten im Gelände wurden in der zu Ende gehenden Woche ausgeführt, auch die Unterhaltsdienste an Anlagen wurden weitergeführt. Speziell erwähnt werden kann dabei die Wassertankreinigung in der Zivilschutzanlage des Spitals Grabs, bei der das Wasser abgelassen wurde. 300‘000 Liter galt es abzuleiten und anschliessend mit der Pflege und Reinigung des Tanks zu beginnen. Im Schulhaus Höfli in Gams wurde nicht nur mit der Periodischen Anlagenkontrolle dem Pflichtenheft nachgekommen, sondern mit Optimierungen an den sanitären Anlagen auch für künftige Tätigkeiten die Funktionalität sichergestellt.

Zusammenarbeit erfolgreich geübt

Am Montagabend haben die Feuerwehr Sennwald und die Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord im Rahmen einer Übung Kulturgüter gerettet. Für beide Organisationen war der Einsatz sehr lehrreich.

Für die Feuerwehr Sennwald ist eine Übung nichts Besonderes, immer wieder wird geübt, wie ein Gebäude und sich allenfalls darin befindende Personen und Tiere im Brandfall gerettet werden können. Der am Montagabend um 19 Uhr eingegangene Alarm, der über ein im Kirchgemeindehaus Salez ausgebrochenes Feuer berichtete,stellte die Feuerwehr dagegen vor ein noch nie geübtes Szenario. „Unser Einsatzleiter musste schnell feststellen, dass im Kirchgemeindehaus Kulturgüter aufbewahrt werden“, sagte Feuerwehrkommandant Jürg Wohlwend während der laufenden Übung, „ein solches Szenario ist neu für uns ich bin gespannt, wie sie meine Leute zurechtfinden.

Bereits siebte Übung

Zwei Stunden, etliche Funksprüche,ausgerollte Wasserschläuche und ein beleuchteter Schadenplatz später konnte Jürg Wohlwend ein positives Fazit ziehen, seine Feuerwehrleute haben sich im Übungsszenario sehr gut zurechtgefunden. Und beim Feuerwehrkommandant haben die Kulturgüter mit der Übung an Stellenwert gewonnen: „Bislang stand für uns im Zentrum, das Leben von Mensch und Tier zu retten und anschliessend das brennende Gebäude zu löschen. Eine Erkenntnis aus der Übung ist, dass die Rettung von Kulturgütern gleich nach der Rettung von Leben an zweiter Stelle steht oder dass sie gleichzeitig mit dem Löschen von Gebäuden stattfinden kann.“Auch Erwin Lehner, Instruktor des Zivilschutzes und stellvertretender Chef des Kulturgüterschutzes (KGS) des Kanton St. Gallen stellte bei der Übungsbesprechung mit den Angehörigen der Feuerwehr Sennwald und den Kulturgüterspezialisten der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord sowie Pizol fest, dass die Zusammenarbeit nahezu reibungslos funktioniert hat. „Wir versuchen im Kanton St. Gallen die Feuerwehren für die bislang eher stiefmütterlich behandelten Kulturgüter zu sensibilisieren. Die Übung in Salez ist die bereits siebte im Kanton St. Gallen im laufenden Jahr, bei denen Zivilschutzund Feuerwehr zusammen den Notfall geübt haben.“Für Lehnerist aber klar, dass nur weitere Übungen die am Montagabend sowohl bei der Feuerwehr wie auch der Zivilschutzorganisation gewonnenen Erkenntnissevertiefen werden.

Weitere Anstrengungen nötig

Dem emsigen Treiben auf dem Platz vor dem Kirchgemeindehaus in Salez wohnte auch Thomas Wohlwend, Kommandant der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord, bei.Er konnte Gleiches wie vor ihm auch schon der Feuerwehrkommandant wie der Zivilschutzinstruktor feststellen, aber auch, dass in seiner Zivilschutzorganisation weitere Anstrengung für die Sicherung von Kulturgütern unternommen werden müssen. Sei dies beim personellen Bestand (am Montagabend kamen aufgrund der dünnen Personaldecke in der ZSO Werdenberg Nord als Gäste Angehörige der ZSO Pizol zum Einsatz), aber auch in materieller Hinsicht. „Wenn ich sehe, was die ZSO Pizol im KGS an Material zur Verfügung hat, dann haben wir noch Nachholbedarf!“so Thomas Wohlwend.

Regen, Sicherheit, Sonnenschein

Für einmal hat das Wetter der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord das Leben schwer gemacht –mindestens an den ersten beiden Tagen des Wiederholungskurses. Die Arbeiten auf sieben Baustellen in zum Teil unwegsamen Gelände waren während des intensiven Regens noch schwieriger.

Die Baustellen befanden sich teilweise hoch über dem Tal in den Gemeinden Grabs, Gams und Sennwald. In Sennwald galt es beispielsweise oberhalb der Alp Rohr fast auf dem Grat Instandstellungsarbeiten auszuführen, die keine Unachtsamkeit zuliessen. Zu gefährlich wäre das Arbeiten im steilen Gelände und bei Regen, wenn nicht speziell auf die Sicherheit geachtet würde. Deshalb waren Mitte der Woche auch alle Beteiligten froh, dass sich die Wetterlage entspannte und Sonnenschein einsetzte–allerdings nur bis Donnerstagabend. Allegeplanten Arbeiten konnten durch die durchschnittlich 90 pro Tag im Einsatz stehenden Zivilschützer termingerecht fertiggestellt worden.

Ganztägige praktische Übung

Ebenfalls Mitte der Woche erhielt die ZSO Werdenberg Nord auch Besuch von verschiedener Seite. Zum einen gaben sich die drei Gemeindepräsidenten die Ehre und besuchten nicht nur die Zivilschutzanlage Forstegg, sondern liessen sich auch im Gelände über die laufenden Arbeiten informieren. Zum anderen wurde aber auch intensiv geprobt. Mit Fredy Koller und Markus Frauenfelder prüften zwei kantonale Experten das Wissen und Können der Zivilschützer aus dem Bereich Lage und Telematik in einer ganztägigen praktischen Übung. Als Beobachter war auch Marc Rüdin, Ausbildungschef beim Amt für Zivilschutz, anwesend und konnte die Beübten und deren Vorgesetzte mit Tipps unterstützen.

Nun auch Leuchtstreifen

Daneben wurde im vergangenen Wiederholungskurs Aus-und Weiterbildung betrieben. Zivilschützer aus dem Bereich Bevölkerungsschutz übten sich in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Sennwald in der Verkehrsregelung.

Einige Zivilschützer durften ihr Wissen bei der Herz-Lungen Wiederbelebung bei der kantonalen Expertin Heidi Schällebaum auffrischen, andere wurden erstmals mit den neuen national vernetzten Polycom-Funkgeräten geschult. Die Pioniere wurden mit neuem Material versorgt, zur Wahrung des Sicherheitsstandards wurden die alten Helme eingezogen und neue modernere ausgegeben. Und schliesslich mussten alle Zivilschützer Anproben über sich ergehen lassen. In den kommenden beiden Jahren werden neue Uniformen eingeführt –auch hier steht die Sicherheit im Zentrum. Die neuen Uniformen sind erstmals mit Leuchtstreifen ausgestattet, wie sie Polizei, Armee und Feuerwehr seit Jahren kennen.

In luftigen Höhen…

Die ZSO Werdenberg-Nord hat auf fünf Baustellen Arbeiten verrichtet. Zum Teil in unwegsamen Gelände und unter schwierigen Voraussetzungen–dafür mit bestechender Aussicht. Dabei sind tausende Arbeitsstunden unfallfrei geleistet worden.

Nach intensiven Vorbereitungen hat die Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord ihre ersten Einsätze unter dem neuen Kommandanten Thomas Wohlwend (Sennwald) geleistet. Unter ihm, der zuvor lange Jahre Stellvertreter von Franz Kendlbacher (Gams, nun Leiter des Regionalen Führungsstabes) war, wird weiter grossen Wert auf Sicherheit gelegt. Immer wieder wird gegenüber den ausgebildeten Spezialisten betont, dass die Arbeiten nur unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen und –bestimmungen verrichtet werden. Die orange gekleideten Spezialisten des Zivilschutzes haben vor allem am Grabserberg (Martisboden) und zwischen der Frümsner Alp und dem Stauberngrat in steil abfallendem Gelände Arbeiten verrichtet –kein einfaches Unterfangen, da das Gelände teilweise wegen des Regens oder Schnees nass war. Auch der Rofisbach in Sax wurde weiter ausgeholzt.

Beeindruckende Zahlen

95 Zivilschützer haben in den Gemeinden Gams, Grabs und Sennwald Arbeiten erledigt, darüber hinaus ist sind gut 20 Zivilschützer für Vorbereitungsarbeiten zum CSIO St. Gallen während dreier Tagen im Einsatz gestanden. Schon fast traditionell wird die ZSO Werdenberg Nord vom Kanton St. Gallen jedes zweite Jahr aufgeboten, um im Vorfeld des Pferdespringturniers in der Kantonshauptstadt mitzuhelfen. In den Gemeinden Gams und Grabs wurden 80 private Schutzräume kontrolliert, allein dafür standen sechs Zivilschützer während fünf Tagen im Einsatz. Neben den bereits erwähnten Arbeiten sind in der Zivilschutzanlage Forstegg Sennwald Ausbildungen in den Bereichen Lage und Telematik betrieben worden –galt es doch wieder zahlreiche erstmals im Einsatz stehende Zivilschützer weiter zu fordern und fördern.

Entwicklung geht weiter

„Wir sind an einem Punkt, wo der Betrieb der ZSO Werdenberg Nord sehr intensiv geworden ist“ sagt Zivilschutz-Kommandant Thomas Wohlwend. „Der Zivilschutz unterlag in den vergangenen Jahren einem grossen Wandel hin zu Professionalität“ betont er weiter im Wissen darum, dass mit der gesteigerten Leistung auch eine grössere Nachfrage nach den Dienstleistungen einhergeht. Und daraus entstehen in der Praxis Herausforderungen,die nicht immer ganz einfach zu bewältigen sind: „Es standen Personen an mehreren Standorten im Einsatz. Entsprechend ist nur schon die Verteilung der Verpflegung ein logistischer Kraftakt, stehen uns doch nicht so viele Fahrzeuge zur Verfügung, wie wir gerne hätten.“ Geklappt hat es trotzdem, hungern musste niemand.

Auch nicht an der Alpsteinflanke unterhalb der Staubern.

Für Wohlwend ist klar, dass die Entwicklung im Zivilschutz weitergehen wird –und muss. Klar ist auch, dass dafür Personen im Einsatz stehen müssen, die gerne Dienst leisten und für ihre Tätigkeit geeignet sind und von ihren Arbeitgebern gerne zum Einsatz geschickt werden. „Vom „alten“ Bild des Zivilschutzes können wir uns definitiv verabschieden“, so Wohlwend.